Leitbild
Das sozialpädagogische Beratungs- und Begleitungsangebot für junge Menschen im Alter von 14-27 Jahren, die an den Übergängen Schule - Ausbildung - Beruf einen erhöhten Hilfebedarf haben, orientiert sich bei der Umsetzung in compass.mitte an den Grundsätzen:
Atmosphäre Umgang und Methodik bilden eine Einheit
Niedrigschwelligkeit | mehr ›››
Der Grundsatz der Niedrigschwelligkeit hat einen hohen Stellenwert für die Erreichbarkeit junger Menschen, die aufgrund ihrer bisherigen schulischen, beruflichen und persönlichen Biographie die Erfahrung gemacht haben, dass sie mit Anforderungen konfrontiert werden, die sie aufgrund ihrer aktuellen Situation nicht erfüllen oder verstehen können. Dies führt häufig dazu, dass sie sich wieder zurückziehen und im Gefühl der Ausweglosigkeit ihrer Situation stecken bleiben.
Mit dem Ansatz der Niedrigschwelligkeit gehen wir davon aus, dass vom gesellschaftlichen Umfeld erwartete Verhaltensweisen im Beratungs- und Begleitungsprozess erlernt werden, vor dem Hintergrund der eigenen Einsicht in die Sinnhaftigkeit, um ein selbst formuliertes Ziel zu erreichen. Gleichzeitig wird ein vertrauensvoller, sanktionsfreier Ort geschaffen, an dem in positiver Weise mit Defiziten, wie zum Beispiel mangelnder Kontinuität oder Zuverlässigkeit, umgegangen wird.
Ganzheitlichkeit | mehr ›››
Der Grundsatz der Ganzheitlichkeit ist zentraler Bestandteil unserer Beratungsarbeit. Er resultiert aus der besonderen Bedarfslage der jungen Menschen, deren Lebenssituation häufig gekennzeichnet ist vom Zusammenkommen mehrerer Problemlagen, wie z.B. Verschuldung, Wohnsituation, Konflikte mit den Eltern. Diese Problemlagen, die nicht selten mit ihrer Situation der Arbeits- bzw. Ausbildungslosigkeit in engem Zusammenhang stehen, belasten die persönliche berufliche Orientierung und die Chance der Einmündung in Ausbildung oder Beschäftigung. Sie werden im Rahmen der ganzheitlichen Beratung aufgegriffen und direkt mit den jungen Menschen bearbeitet, gegebenenfalls unter Hinzuziehung fachkompetenter Ansprechpartnerinnen. Gleichzeitig wird mit diesem Beratungsansatz verhindert, dass junge Menschen im Dschungel der institutionell abgegrenzten Zuständigkeiten resignieren.
Akzeptanz von Lebensentwürfen | mehr ›››
Mit dem Ansatz der Akzeptanz von individuellen Lebensentwürfen hat der junge Mensch die Chance die Erfahrung zu machen, dass eigene berufliche Ideen, Lebenskonzepte und Vorstellungen ernst genommen werden. Diese werden im Beratungs- und Begleitungs¬prozess besprochen und gemeinsam auf die Möglichkeit der Realisierung überprüft, unter Einbeziehung und Herausarbeitung der individuellen Ressourcen.
Anstelle einer Vorwegnahme von Möglichem oder Unmöglichem ist es die Aufgabe der Beraterinnen, erforderliche Teilschritte zur Zielerreichung aufzuzeigen. Der junge Mensch wird dadurch in die Lage versetzt, selbst zu entscheiden, ob er/sieden ersten Schritt des Weges machen möchte oder ob eine Zielkorrektur oder Umorientierung ansteht. Dieses Vorgehen kann sich im Rahmen eines langzeitlich angelegten Begleitungs¬prozesses an jedem erreichten Teilziel wiederholen.
die JugendBerufshilfeBeratung | mehr ›››
Die sozialpädagogische Beratung und Begleitung von jungen Menschen orientiert sich bei der Unterstützung zur Verselbständigung und der Vermittlung in Schule, Ausbildung und Beschäftigung am Bedarf des jeweiligen jungen Menschen.
Ziel ist die soziale Integration im Sinne der Förderung einer selbstständigen, unabhängigen und eigenverantwortlichen Lebensführung, unter Berücksichtigung von individuellen Lebensentwürfen.
Dies soll erreicht werden durch:
Die Stabilisierung und Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
- Die Fähigkeit, eigene Interessen und Ressourcen benennen und vertreten zu können
- Sich selbst helfen und Hilfe annehmen können
- Den Mut, sich Schwächen einzugestehen und urkonstruktiv mit ihnen umzugehen
- Die Befähigung zur Beteiligung an den Regeln und Vorgaben des öffentlichen Lebens
- Die Fähigkeit zur Reflexion der eigenen Situation und die eigenständige Einleitung von Handlungsschritten
- Die Befähigung dazu, eine Lebensform zu finden, die die eigene Existenzsicherung garantiert
Die Förderung von Kompetenzen
- Kenntnisse über Anforderungen an die Selbstpräsentation im Bewerbungsverfahren
- Die Fähigkeit zur Anwendung aktueller Standards bei Bewerbungen
- Die Fähigkeit, mit Leerlaufzeiten konstruktiv umzugehen und die eigenen Ressourcen zu nutzen